SMCE

Ebreichsdorf am Zug

Veröffentlichung im Zusammenhang mit dem Seminar,

Die Publikation steht in Kürze als PDF zum Download zur Verfügung.
280.340 – Fokus: Visuelle Kommunikation und Gestaltung SS 2017

Die niederösterreichische Gemeinde Ebreichsdorf südlich von Wien befindet sich im Umbruch. Im Rahmen unterschiedlicher Lehrveranstaltungen des Studiengangs Raumplanung und Raumordnung und Architektur an der Technischen Universität Wien wurde die zukünftige Entwicklung von Ebreichsdorf auf regionaler und kommunaler Ebene thematisiert.

Zu den Lehrveranstaltungen gehörten:  

„Ebreichsdorf am Zug  -  Grün- und Freiraumkonzept für die Gemeinde Ebreichsdorf“

(SS 2016 Freiraum und Bebauung - Architektur / Ressource Landschaft – Raumplanung)

„Räumliche Entwicklungsplanung für die Kleinregion Ebreichsdorf“

(WS 2016/2017 P2-Regional - Raumplanung)

„Räumliche Entwicklungsplanung Bahnhofsquartier Ebreichsdorf“

(WS 2016/2017 P2-Stadtteil -  Raumplanung)

Die Entwicklung von Ebreichsdorf wird derzeit besonders intensiv durch den zweigleisigen Ausbau der Pottendorfer Bahnlinie angestoßen. Im Rahmen der Arbeiten wurden von den Studierenden traditionelle Denkweisen überwunden, um aussagekräftige Zukunftsperspektiven auf den verschiedenen Planungsebenen zu formulieren.

Die verschiedenen Ergebnisse wurden im SS 2017 zu der vorliegenden Publikation zusammengefasst. Diese Publikation thematisiert die aktuellen Herausforderungen und fasst eindrucksvoll die Ergebnisse und Projektideen der studentischen Arbeiten zusammen. Sie gibt einen Einblick in die mögliche Zukunft von Ebreichsdorf und der gesamten Kleinregion.

Beteiligt:

Lehrende vom

20 Studierende von den drei obengenannten Lehrveranstaltungen


Kurzbeschreibung - Abstract

Das Ziel dieses Projekts war es, Planungsgrundlagen und Gestaltungsrichtlinien für eine klimasensitive und energieeffiziente Stadtplanung zu entwickeln. Augenmerk lag dabei auf der Schnittstelle zwischen den Gebäuden und dem angrenzenden Freiraum, untersucht wurden die Wechselwirkungen im Hinblick auf das (Mikro-)Klima.

Ausgangspunkt war die Bestimmung der Makroklimatischen Voraussetzungen. Kleinräumige Modellsimulationen wurden vom Projektpartner AIT – Department Foresight & Policy Development mit 2 regionalen Klimamodellen durchgeführt. Ziel war, Daten für jeweils ein durchschnittliches und ein heißes Jahr bereitzustellen. Für die gebäudephysikalischen Berechnungen wurden dazu stündliche Daten aller relevanten Parameter für 2 Jahre des aktuellen Klimas sowie 2 Jahre eines künftigen Klimas aus dem Zeitraum 2041-2050 extrahiert: Temperatur, Niederschlag, Globalstrahlung, Bewölkung, relative Feuchte, Windrichtung und Geschwindigkeit. Daraus wurden dann weitere Indikatoren auf Tages- oder Monatsbasis gewonnen – etwa um Klimakomfort-Indizes zu berechnen.

Für die Entwicklung der Modelle für die späteren Simulationen und deren Plausibilitätsprüfung, mussten die Mikroklimatischen Freiraumeffekte bekannt sein. Zu diesem Zweck wurden die prinzipiellen Wirkungsmechanismen zwischen Freiraum und Mikroklima auf den beiden Maßstabsebenen der gesamten Siedlung und der einzelnen Freiräume bestimmt. Dazu wurden auf Basis einer Literaturreche vorhandene Studien und Forschungsprojekte analysiert. Die Ergebnisse daraus sollten Kriterien für die Auswahl der Referenzräume in AP3 und für die Simulationen in AP5 liefern. Außerdem wurden die für den städtischen Freiraum charakteristischen Materialien auf ihre spezifischen mikroklimatischen Eigenschaften hin untergliedert und die Ergebnisse in einem Datenkatalog zusammengefasst, um die Entwicklung der Transformationsfunktionen und die Simulationen zu unterstützen.

Um einen effektiven und skalierbaren Weg zu finden, wie die mikroklimatischen Verhältnisse im unmittelbaren Umfeld der Gebäude aus Wetterstations-Daten (die möglichst von Bebauungsdetails unbeeinflusst sein sollten) abgeleitet werden können, wurden Transferfunktionen entwickelt und getestet, die baulich relevante mikroklimatische Größen (Strahlungsstärke, Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit) aus standardisierten Wetterstations-Daten ableiten lassen.

Referenzräume wurden festgelegt hinsichtlich geeigneter Kombinationen von Gebäudegeometrie, Oberflächenbeschaffenheit, Freiraumgestaltung und Bauausführung (z.B. Art der Dämmung). Es folgte die Modellierung der Gebäude und Freiräume mittels Simulationstools hinsichtlich (i) Energiebedarf der Gebäude (für Heizung und Kühlung: aktive Gebäudebetriebsszenarios); (ii) Thermische Komfortbedingungen innerhalb der Gebäude (passive sommerliche Gebäudebetriebsszenarios), (iii) Aufenthaltsbedingungen im Freiraum (unmittelbare Umgebung der Gebäude.

Die identifizierten Zusammenhänge zwischen Gesamtoberflächengestaltung (Freiraum & Gebäudeoberflächen), der energetischen Gebäudeeffizienz sowie der Aufenthaltsqualität wurden abschließend in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst, wobei die jeweiligen Ergebnisse zeitgerecht für Bauträgerwettbewerbe und Freiraumgestaltung zusammengestellt und an die Planungsteams kommuniziert wurden.

English:
The interdisciplinary project has been conducted within the “Haus der Zukunft Plus” call aiming at integrating investigation on sustainable urban development into the planning process of one of the greatest urban development projects currently taking place in Europe: Aspern, The Lake City of Vienna.

The aim of this subproject on »Urban Open Space and Microclimate« was to investigate the interactions of climate change, urban climate, urban and open space design and building physics with regard to thermal comfort within the open space and energy efficiency of the adjacent buildings. Current and future climate conditions and the urban design proposed by the Masterplan have been evaluated with respect to climate sensitivity. Different design variants of selected open spaces have been simulated in terms of their microclimatic effect using the programme Envi-met.

The results served as additional initial conditions for the parallel conducted simulations regarding the building physics. The final report includes a catalogue of recommendations, which is being integrated in the framework requirement of the design competition calls (Bauträgerwettbewerbe)


Projekt-Website

www.hausderzukunft.at/results.html/id6201

www.aspern-seestadt.at


Projektlaufzeit

Juni 2010 – September 2011


beteiligte MitarbeiterInnen

Katrin Hagen, Richard Stiles, Heidelinde Trimmel


AuftraggeberInnen

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) im Rahmen von »Haus der Zukunft Plus«


PartnerInnen im Projekt

Department Foresight & Policy Development, Austrian Institute of Technology (AIT), Abteilung für Bauphysik und Bauökologie, Institut für Architekturwissenschaften, TU Wien

Urban Fabric

Kurzbeschreibung - Abstract

In diesem Projekt soll mit Hilfe unterschiedlicher Indikatoren eine Typisierung von Stadträumen hinsichtlich Freiraumklimata mit einem gesamtstädtischen Ansatz am Beispiel von Wien entwickelt werden. Die mikroklimatischen Gegebenheiten werden dabei für ausgewählte Freiraumtypologien simuliert, die mikroklimatischen Effekte bewertet und ein Prioritätenkatalog für sinnvolle stadtgestalterische Maßnahmen zur Verbesserung der jeweiligen mikroklimatischen Bedingungen im urbanen Umfeld erstellt. Die Ergebnisse sollen auch auf andere Städte übertragbar sein.

Für die Mikroklima-Simulationen werden Ergebnisse regionaler Klimasimulationen des aktuellen Klimas sowie einer künftigen Klimaentwicklung bis 2100 als Rahmenbedingungen herangezogen, um auch die Effekte eines Klimawandels entsprechend zu berücksichtigen.

Zur Überprüfung des Models werden Modellergebnisse für ausgewählte Freiraumsituationen an Versuchsflächen am AIT-Campus in Seibersdorf berechnet und Messungen derselben Freiraumsituationen gegenübergestellt. Die Messungen wurden bereits im Sommer 2011 durchgeführt.

In das Projekt ist ein ExpertInnen-Beirat eingebunden, der in entscheidenden Projektphasen zusammenkommt. In einer abschließenden Projektphase sind öffentliche Präsentationen und Diskussionsveranstaltungen vorgesehen.

English:
The interdisciplinary project is being conducted by a consortium of 3 operating partners: Department of Landscape Architecture (Vienna UT), Austrian Institute of Technology, and Department of Strategic Landscape Planning and Management (Munich UT). The study aims to investigate how the detailed urban morphology is likely to influence the changing urban climate, and to consider how appropriate mitigating solutions can be designed and tailored to suit different situations.

Using the city of Vienna as an example, the project covers three main objectives: a) the generation of typologies using GIS data and simulations, b) a research on different design variants and their impact on microclimate and c) the dissemination and discussion of the results leading to policy recommendation.

The project is being accompanied by an expert panel which comes together at the crucial intersections of the work packages and discusses and comments on the interim results.


Projekt-Website

http://urbanfabric.tuwien.ac.at


Projektlaufzeit

Mai 2011 – Jänner 2014


beteiligte MitarbeiterInnen

Beatrix Gasienica-Wawrytko, Katrin Hagen, Richard Stiles, Heidelinde Trimmel


AuftraggeberInnen

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit), Klima- und Energiefonds im Rahmen des »ACRP 3rd Call« (Austrian Climate Research Programme)


Partner*innen im Projekt

Department Foresight & Policy Development, Austrian Institute of Technology (AIT), Institut für Strategie und Management der Landschaftsentwicklung, Technische Universität München

MVS

Kurzfassung

Die Studie untersuchte die Veränderungsprozesse des Kirchenplatzes Maria vom Siege in Wien 15. Der Platz wurde 1993 geplant und ausgeführt und bereits 2013 umgestaltet.

Der Kirchenplatz Maria vom Siege war aufgrund von Aneignungs-, Abnützungs- und Entwertungsprozessen und mangelnden zyklischen baulichen Erhaltungsmaßnahmen 2013 erneuerungsbedürftig.

Die Ziele dieser Studie umfassten:

  • die Untersuchung des Wandels 1993-2013 auf den Kirchenplatz bezogen,
  • die Entwicklung und Erprobung des Schichtenmodells für den Wandel und
  • den Diskurs über die Beständigkeit, Robustheit und Alterungsfähigkeit.

Maßnahmen zur Platzumgestaltung sollten sich umfassend, systemisch und ausgewogen auf die drei Faktoren als künstlerische Einheit der Landschaftsarchitektur, - die sozialen, ökologischen und symbolischen Faktoren im Zusammenhang mit dem Potentialen des Ortes und des Umfeldes beruhen und eine vielfältige Belebung fördern.

Empfehlungen fokussieren einen kreativen Umgang mit Geschichte und Tradition als Gestaltungsmittel. Der Erhalt benötigt eine Neudefinition und Neucodierung als Chance für die Identität des Ortes. Die Erforschung von charakteristischen Kennzeichen der Freiraumentwicklung und der Handlungspraktika ist dringlich, die sich vom traditionellen Paradigma der Nachkriegszeit „Abreißen und Wiederaufbauen“ lösen und sich durch einen neuen kreativen Umgang mit dem Bestand konstituieren.

Die Positionen zwischen Tabula Rasa und denkmalpflegerischer Rekonstruktion sind der Erhalt und die Weiterentwicklung des Originalbestandes. Diese Weiterentwicklung umfasst Empfehlungen zu einer räumlich-strukturellen Offenheit gegenüber Veränderungen im Fokus der genannten drei Grundfunktionen, die sozialen, ökologischen und symbolischen Faktoren. Sie wird durch die Stabilität der beständigen Elemente und der Offenheit der alterungsfähigen Elemente bestimmt. Der stabile Rahmen und das beständige Gerüst sind die Basis für das Neue wie programmatisch das Baumschutzgesetz und Naturschutzgesetz. Die Strategie der Wandlungsfähigkeit fokussiert neue Bedeutungen im Gleichgewicht dieser drei Grundfunktionen. Dynamische Elemente wie Bodenbeläge und Ausstattung sind als zyklisch austauschbar vorzusehen und nicht nur am wandelnden Nutzungsbedarf, sondern im Sinne der Paradigma der Wandlungsfähigkeit und der Raumbelebung auf lokaler Ebene weiter zu entwickeln.


Projektbearbeiterin

Dipl.-Ing. Mira Kirchner

Endbericht (1,5 MB)