Forschung

Der Fachbereich für Landschaftsplanung und Gartenkunst befasst sich als einziger österreichischer Fachbereich einer Universität kontinuierlich in Lehre und Forschung mit Themen der Gartenkunst und der Gartendenkmalpflege. Geleitet und gestaltet wird dieser Bereich der Lehre und Forschung von ao. Univ. Prof. Dr. Eva Berger.

Im Lehrbetrieb wird mit der jährlich im Sommersemester abgehaltenen Vorlesung "Geschichte der Landschaftsgestaltung und der Gartenkunst" ein Überblick über die historische Entwicklung der Gartenkunst mit dem Schwerpunkt auf Österreich geboten: die Gestaltungsleitlinien der Epochen der Gartenkunst von der Renaissance bis um 1930 werden in Exkursionen zu Garten- und Parkanlagen in Wien besprochen. Jährlich im Wintersemester findet das "Seminar zur Gartenkunst" statt, das die Grundzüge der europäischen Gartenkunst vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert vorstellt, theoretische und planerische Grundlagen zum Umgang mit historischen Gärten sowie zu den Themen der Gartendenkmalpflege und der Ökologie in historischen Gärten bietet. Das Verständnis für historische Grünanlagen und deren aktuelle Nutzungs-und Erhaltungsprobleme wird in weiteren Lehrveranstaltungen für Studenten der Architektur und der Raumplanung (z.B. Exkursionen) gefördert.

In der Forschung befasst sich Dr. Eva Berger am Fachbereich für Landschaftsplanung und Gartenkunst mit Grundlagenforschung: Erstmalig durchgeführte, bundesweite Bestandsaufnahme der historischen Gärten in Österreich; gefördert vom Fonds zur wissenschaftlichen Forschung; Buchpublikation "Historische Gärten Österreichs. Erste Erfassung der Garten-und Parkanlagen von der Renaissance bis um 1930";
1. Band: Niederösterreich, Burgenland, Wien-Köln-Weimar 2002
2. Band: Oberösterreich, Salzburg, Vorarlberg, Kärnten, Steiermark und Tirol, Wien-Köln-Weimar 2003
3. Band: Wien, Wien-Köln-Weimar, 2004.


Auftragsarbeiten (Auswahl)

Erarbeitung und Herausgabe des ersten österreichischen Parkpflegewerkes im Auftrag des Wiener Stadtgartenamtes, gemeinsam mit R.Gälzer ("Parkpflegekonzept Stadtpark Wien", Wien 1989; Schriftenreihe des Instituts für Landschaftsplanung und Gartenkunst der Techn.Univ.Wien, 11.Bd.)

Beteiligung an der Niederösterreichischen Landesausstellung "Adel im Wandel", Rosenburg 1990, mit dem Beitrag "Adelige Bau- und Gartenkunst im 16. und 17.Jahrhundert" (Ausstellungskatalog "Adel im Wandel. Politik, Kultur, Konfession 1500-1700", Wien 1990)

Beteiligung mit mehreren Beiträgen an dem von der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten herausgegebenen Band "Historische Gärten in Österreich. Vergessene Gesamtkunstwerke", Wien-Köln-Weimar 1993

Beteiligung mit mehreren Beiträgen an dem vom Bundesministerium für Umwelt, Jugend und Familie herausgegebenen Band "Parks “ Kunstwerke oder Naturräume? Zur ökologischen Bedeutung von Grünanlagen", Graz 1994 (Grüne Reihe des Bm.für Umwelt, Jugend und Familie, 6.Bd.)

Beteiligung an dem vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft herausgegebenen "Umweltverträglichkeits-Handbuch Verkehr" mit dem Beitrag "Kulturgüter in Hinblick auf die Verkehrs- Umweltverträglichkeitsprüfung" (Wien, 2001)

Beteiligung an dem von der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten geplanten Band "Österreichische Gartenkunst in Bildern von der Renaissance zur Moderne" mit dem Beitrag "Gartendarstellungen der Renaissance und des Barock" (in Druckvorbereitung)

Beteiligung an dem von G.Biedermann und B.Neubauer-Kienzl herausgegebenen Band "Barock in Kärnten" mit dem Beitrag "Barocke Gartenkunst in Kärnten" (Klagenfurt 2000)

Beteiligung an der Ausstellung des Historischen Museums der Stadt Wien "Gartenkunst. Bilder und Texte von Gärten und Parks, Wien" (Lainz, Hermesvilla) 2002 mit dem Beitrag "Garten und Park als Repräsentationsorte der höfischen Gesellschaft in der Rennaissance und im Barock" (Ausstellungskatalog, Wien 2002)

Beteiligung an der Internationalen Tagung "Habsburg. The House of Habsburg and Garden Art. Das Haus Habsburg und die Gartenkunst.", Veranstalter: Icomos-IFLA Internationales Komitee für Kulturlandschaften, Bundesdenkmalamt Österreich, Österreichische Gesellschaft für historische Gärten, April 2007 (publiziert im Tagungsband, Worms 2008, S.3 ff.: Das Renaissanceschloss Neugebäude und seine Gärten: der Bauherr und die Künstler)

Beteiligung an der von Volkskultur Niederösterreich GmbH herausgegebenen, von M. Waldstein redigierten Band "Das Waldviertel. Auf festem Grund", Weitra 2009 mit dem Beitrag 'Lustgarten mit "Khreutern": Gartenkunst der Frühen Neuzeit im Waldviertel am Beispiel der Gärten und Höfe des Schlosses Rosenburg.', S. 218 ff., Redaktion: Mella Waldstein

Beteiligung an der vom NORDICO Stadtmuseum Linz veranstalteten Ausstellung "Im Garten":
Linzer Vielfalt an historischen Gärten, in:
NORDICO Stadtmuseum Linz Hg, Im Garten. Lebensräume zwischen Sehnsucht und Experiment, Ausstellungskatalog, Linz 2011, S40-45, S.170-171

Beteiligung an der von den Wiener Volkshochschulen GmbH herausgegebenen Publikation "University meets Public": Lernen - Anpassen - Erhalten: Die neuen Wierer Wohngärten nach 1918 am Beispiel von Albert Esch, Wien 2011, S.99-110

Erarbeitung der Broschüre "Historische Gärten und Naturparks" für das NÖ. Landesarchiv und das NÖ. Institut für Landeskunde (38.Heft der "Niederösterreichischen Kulturwege", St. Pölten 2014)


Selbstständige Forschungsthemen (Auswahl)

Gartenkunst und Gartenkultur der Zwanziger und Dreißiger Jahre des 20.Jahrhunderts:
"Mein Traum war. Das gute Wohnhaus mit dem Garten". Zu einigen frühen Arbeiten des österreichischen Gartenarchitekten Josef Oskar Wladar, in: Die Gartenkunst, 3.Jg., 1991, 1.Heft, S. 67 ff.

Josef Oskar Wladar, Aufsatz im Rahmen der Serie "Biographien europäischer Gartenkünstler" in:Stadt und Grün, Jg. 2000, 6.Heft, S.394ff.

Josef Oskar Wladar. Ergänzende Bemerkungen zu den frühen Arbeiten des österreichischen Gartenarchitekten, in: Die Gartenkunst, 13. Jg., 2001, 1. Heft, S. 77 ff.

"...Gärten zu schaffen, die Schönheit und Nutzen vereinen...". Albert Esch (1883-1954). Zur publizistischen Tätigkeit des österreichischen Gartenarchitekten und zu zeitgenössischen Veröffentlichungen über seine Arbeiten. Spurensuche zu seinem Leben, in: Die Gartenkunst, 17.Jg., 2005, 1.Heft, S.22 ff.

Josef Oskar Wladars Gestaltung des Arkadenhofes der Wiener Universität am Ring, in: Wiener Geschichtsblätter, 61.Jg., 2006, 3.Heft, S. 43 ff., Nachtrag in: 61.Jg.,2006, 4. Heft, S. 75

Oh schöne Einsamkeit! Nur von Vergnügungen bevölkert! Besucher und Besucherinnen in den Lustgärten der fürsterzbischöflichen Stadt Salzburg, in: Barockberichte, Jg.2007, 46/47.Heft, S. 128 ff.

Nach Mittag:ah! Das ist der erwartete Punkt. Gärten und Parks in Wien und Umgebung und ihre Besucher in der zweiten Hälfte des 18.Jahrhunderts, in: Festschrift Géza Hajós zum 65.Geburtstag, in: Die Gartenkunst, 19.Jg., 2007, 2.Band, S. 309 ff.

Die neuzeitliche Gartengestaltung faßt den Garten als erweiterte Wohnung auf. Zur Entstehung des modernen Wohngartens in Österreich, in: Die Gartenkunst, 20.Jg., 2008, 1.Heft, S. 47ff.

Der Spatziergang, die Spatzierfahrt und der Sommeraufenthalt sind (...) sehr gesuchte Genüsse. Freie Zeit in den Gärten Wiens im 18.Jahrhundert am Beispiel des Augartens, in: Historische Gärten. Mitteilungen der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten, 15.Jg., 2009, 2.Heft, S.6 ff.

..."von nun an zu allen Zeiten des Jahrs und zu allen Stunden des Tags. Der Wiener Prater als Vergnügungsort im 17. und 18.Jahrhundert, in: Wiener Geschichtsblätter, 66.Jg., 2011, 4.Heft, S.285-298

Menschen und Gärten im Barock. Das Leben und Treiben in Lustgärten vornehmlich in der kaiserlichen Haupt- und Residenzstadt Wien, Worms 2013

(...) direkt vom Wohnzimmer, ohne jeden Übergang, in den Garten. Wilhelm Vietsch und seine Gärten in der Wiener Werkbundsiedlung. Zur hundertsten Wiederkehr der Gründung des Österreichischen Werkbundes im Jahr 1912 und zum achzigjährigen Bestehen der Wiener Werkbundsiedlung, in: Wiener Geschichtsblätter, 68.Jg., 2013, S.253-268

Die Gärten des Adels. Vom barocken Lustgarten zur "englischen" Ideallandschaft, in: G. AMMERER, E. LOBENWEIN, M. SCHEUTZ Hg., Adel im 18. Jahrhundert. Umrisse einer sozialen Gruppe in der Krise, Innsbruck-Wien-Bozen 2015, S. 256ff.

Die Nutzung der Zier- und Lustgärten und deren Zugangsmöglichkeiten im Barock, in: Die Gartenkunst, 27.Jg., 2015, 2. Heft, S. 359ff.

Meine Gärtnerin, die Natur, Prince Chartes de Lignes Bemerkungen zu österreichischen Gärten, in: Historische Gärten. Zs. der Österreichischen Gesellschaft für historische Gärten, 22. Jg., 2016. 1. Helft, S.16 ff.

„Viel herrlich und schöne Gärten.“ 600 Jahre Wiener Gartenkunst, Wien-Köln-Weimar 2016

Aber im Großen und Ganzen ist der Wert des Gartens in jeder Form, als öffentliches Grün, als Privatgarten, enorm gehoben worden Der österreichische Gartenarchitekt Josef Oskar Wladar – Werke nach 1945 bis 1965, in: Wiener Geschichtsblätter,72.Jg., 2017, 1. Heft, S. 1ff.


Herausgabe

gem.mit A.Freytag Hg., Festschrift Géza Hajós zum 65.Geburtstag, in: Die Gartenkunst, 19.Jg., 2007, 2.Band

gem. mit A. Göttche, C.Hlavac Hg., Historische Gärten und Parks in Österreich (Bd.1 der Reihe "Österreichische Gartengeschichte"), Wien-Köln-Weimar 2012

"Der Barockgarten in Österreich aus europäischer Perspektive". Internationale Tagung, Wien, 3.-5.10.2013 - Einleitung und Berichte, in: Die Gartenkunst, 27. Jg., 2015, 2. Heft, S. 311ff.