Neu Belgrad ist heutzutage das größte Verdichtungsgebiet Serbien, hier findet gerade eine große Umwandlung der Freiflächen in Bauland statt. Viele Probleme der ursprünglichen, aus dem Zeichenbrett entstandene Zonierung (wie z.B. das zusammenstoßen von sehr gepflegte, renommierte wirtschafts- belebende Funktionen, wie etwas das Intercontinental und die danebenliegende Bankfilialen mit der gegenüberliegenden unterstandardisierten Barackensiedlung der Roma) sowie der städtebauliche Struktur bleiben ungelöst. Die Bauinitiative wird der Privathand überlassen und in Sinne eine Verbesserung der Lebensqualität vieler Bezirkseinwohner zu erzielen, sollte unser Entwurf grundlegende Ziele anstreben:

  • Housingslosüngen für die diverse von der Roma besiedelte Barackensiedlungen die, oft mangelhafte und prekäre Hygienische sowie infrastrukturelle Defizite vorweisen (siehe Bild der Barackensiedlung an der Mülldeponie entlang der Donau…) und dessen Anbindung, durch Grünräumen, an die bebaute Umgebung
  • Zwischennutzung und Sicherung des vorhandenen Brachenlandes: die Grünstruktur sollte eine Art Gerüst für die zukünftige Bezirksverdichtung darstellen und dadurch einerseits neue wertvolle Raumbeziehungen zwischen den vorhandenen Baublöcke herstellen andererseits qualitative Freiräume der hiesige Bevölkerung zur Verfügung stellen
  • Aufwertung und Verbindung vorhandene oft funktionslose Freiräume, sowie Belebung ehemalige Industriegebiete

 

Im Rahmen des Projektes wird es versucht auch mit der Gemeinde Neu Belgrad, Institut für Stadtplanung Belgrad, Forstwissenschaft Fakultät der Universität Belgrad zusammen zu arbeiten, um direkte Impulse und Tendenzen in der Stadtentwicklung zu erfahren, als auch Entwurfskonzepten diskutieren zu können und in dem Entwurf einzubauen. Das Entwerfen sollte mit einer Exkursion gekoppelt werden, damit die Studentinnen ein Überblick über die Freiräume in Belgrad bekommen sowie die Zeit haben, die einzigartig Freiraumskonstellation des „neuen“ Stadtteils unter die Lupe zu nehmen.

Da in Novi Beograd die Palette der Freiraumnutzung von Erholung, wohnbezogene, repräsentative, bis auf Abstandgrün, besondere kleinräumige Zwischengrün im Bereich der Zigeunersiedlung bis zur Brache reicht, wäre eine tiefgehende Analyse (mit Bestimmung der Freiraumpotentialen) der vorhandenen Grünstruktur für die Vorschläge in der Entwurfsphase besonderes wichtig.

Ziel der Analyse ist die Herstellung einer Stärke- Schwächekarte anhand dessen eine Aufwertung des vorhandenen Freiraums als Entwerfensschwerpunkt erarbeitet werden sollte.

Aufwertung in Sinn eine Mehrfachnutzung (ev. Zwischennutzung für brachliegende Flächen) sowie Pflegekonzept für den einzeln abgewerteten Grünraum, als auch in Sinn eine Vernetzung der unterschiedlichen Freiräume, in dieser Hinsicht ist die Schaffung und Verstärkung der fußläufige Verbindung des Nord- Südareal, geteilt durch die Autobahn, als wichtiger Planungsziel zu forcieren.

 

Betreuung

Lehrende: Annalisa Mauri