it is impossible to contemplate this delicious abode and not feel an admiration of the genius and the poetical spirit of those who first devised this earthly paradise.

In diesen Zeilen aus dem Jahr 1828 bringt Washington Irving seine Faszination über die maurischen Gärten der Alhambra in Granada zum Ausdruck. Sie spiegeln seine sinnlichen Eindrücke wieder, die vor dem Hintergrund der extremen klimatischen Bedingungen noch an Kraft gewinnen. Die Dissertation von Katrin Hagen nahm den Ausgangspunkt in der Untersuchung dieser Gärten nach Gestaltungsprinzipien, die das (thermische) Wohlbefinden positiv beeinflussen und Anregungen für den Umgang mit den sich verschärfenden klimatischen Bedingungen innerhalb der dichten mitteleuropäischen Stadtstrukturen bieten können.

Ziel der Dissertation war dabei, einerseits konkrete Ansätze für eine Klimaanpassung zu finden und andererseits das Bewusstsein für stadtklimatische Aspekte zu schärfen und anhand von präzisierten (mikro)klimatischen Kriterien eine Diskussionsgrundlage anzubieten. Der Fokus lag dezidiert auf der Landschaftsarchitektur und deren Möglichkeiten eines wirksamen Einflusses auf Stadtentwicklungsprozesse, also auf der Relevanz des städtischen Freiraums und seines spezifischen Mikroklimas für eine nachhaltige Stadtentwicklung.
Es hat sich gezeigt, dass hierzu eine Methodenvielfalt Anwendung finden muss. Einzelne Methoden sind für die Untersuchung bestimmter Fragestellungen relevant und führen bei anderen Fragestellungen zu weniger brauchbaren Resultaten. Deswegen ist der interdisziplinäre Ansatz der sich gegenseitig ergänzenden Forschungsmethoden besonders zielführend. Dabei erweist es sich immer als ausschlaggebend, das Potential der einzelnen Disziplinen für das jeweilig zu untersuchende Vorhaben zu bündeln.

Die Arbeit will Ansätze anbieten, Diskussionen zu den anliegenden Problemstellungen verstärkt zu initiieren. Es geht darum, eine gemeinsame Sprache zu finden, um auf der Basis von Prämissen über die anstehenden Probleme zu diskutieren. Dafür ist ein hoher Grad an Veranschaulichung notwendig. So liefern z.B. Abbildungen und Zitate von und zu maurischen Gärten einen einfühlsamen sinnlichen Eindruck, mit Hilfe dessen der Aspekt des Wohlbefindens nachvollziehbar wird.

Durch die Anwendung der Simulationstechnik erlangte quantitative Aussagen zu klimatischen Auswirkungen von bestimmten Gestaltungsprinzipien stärken die Argumentation und können in ihrer gut vermittelbaren und anschaulichen Form (maps) als eine Art wissenschaftlicher Vermittler angesehen werden. Datenblätter zu zeitgenössischen Beispielen auf Basis der vorangegangenen Ergebnisse zeigen innovative gestalterische Lösungsansätze und bieten zudem Aussagen zu deren mikroklimatischen Vor- bzw. Nachteilen. Die gesammelten Informationen und besonders Abbildungen (Pläne, Details) zu zeitgenössischen (aber auch historischen) Beispielen können die Kommunikation über gestalterische Varianten wesentlich unterstützen.


Univ.Ass. Dipl.-Ing. Dr. Katrin Hagen

katrin.hagen@tuwien.ac.at