Das Industriegebiet Liesing verfügt über eine knapp zweihundert Jahre alte Tradition. Zu Beginn des 19. Jahrhundert begann ein Spiritus- und Branntwein-Unternehmer an der Siebenhirtenstraße zu produzieren. Das mittlerweile 240 Hektar große Areal, wird heutzutage von rund 560 Unternehmen mit 7000 Arbeitsplätzen belebt. Arbeiten und Wohnen fließen ineinander.

In der letzten Dekade hat auch im größten Industriegebiet Wiens die Wirtschaftskonjunktur ihre Spuren hinterlassen: Betriebe sind umgesiedelt und Arbeitsplätze verloren gegangen. Die Wiener Stadtplanung in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftsagentur und der Wirtschaftskammer, haben deswegen 2011 das Projekt Standort Liesingins Leben gerufen. Ziel des Projektes ist eine nachhaltige Entwicklung anzusteuern, die ressourcenschonend Wachstum anstrebt und die Vielfallt der Betriebslandschaft sichert. Neben der Verbesserung und Aufwertung der Infrastruktur, wird die Konsolidierung eines Leitbildes und Marktauftrittes zur Steigerung der Identität und Wiedererkennung angestrebt. Dabei spielen die vorhandenen, städtebaulichen wie freiräumlichen Gegebenheiten, eine entscheidende Rolle. Hin und wieder stößt der Gestaltungswille des Quartiersmanagements an die Grenzen des täglichen Geschäftsbedarfs der Unternehmen: viele der Erkenntnisse, die eine bereits durchgeführte, fachfundierte Studie über Verkehr, Raumplanung und Freiraum im Gebiet lieferte, bleiben ohne Umsetzung.

Weitere Infos siehe TISS

Betreuung:

Richard Stiles, Annalisa Mauri